örtlicher Freundeskreis Ingolstadt

 

 

Dr. Brigitte König und
Prof. Dr. Hans-Joachim König

Schlüterstr. 89
85057 Ingolstadt
Tel.: 0841-460 52
E-mail: koenighj@t-online.de
E-mail: koenigbrigitte@yahoo.de

 



Dr. Marianne Maubach
Elisabeth-Winkelmann-Str. 4
85049 Ingolstadt
Tel.: 0841-86054
E-mail: dr.mariannemaubach@gmx.de

Unser Jahresthema 2020

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde,

 

noch ist der erste Monat des Jahres nicht ganz vergangen, so dass wir Ihnen/Euch noch ein gutes neues Jahr wünschen können. Möge es für Sie alle nur Gesundheit, Zufriedenheit und viele Anre-gungen bringen. Dazu möchten wir mit der Gestaltung unseres gemeinsamen Freundeskreis-Jahres und mit unserem Jahresthema etwas beitragen.

 

Wenn uns die Nachrichten über den wachsenden Antisemitismus in unserem Land, aber auch in Europa erreichen, wenn wir die Bedrohung deutscher Bürger jüdischen Glaubens erleben, dann drängen sich die Fragen auf, ob Antisemitismus eine Konstante in Deutschland und Europa ist, warum es im Lauf der Geschichte immer wieder zu Verfolgungen von Juden gekommen ist, was Nicht-Juden zu diesen Verfolgungen veranlasst hat. Unter dem Jahresthema

 

Die Juden in Europa: Eine Geschichte von Verfolgung und kulturellem Reichtum

 

wollen wir dem nachgehen, wie Juden nach der Zerstörung ihres Tempels in Jerusalem durch die Römer, 70 n.Chr, nach der Vertreibung und Zerstreuung (Diaspora) ausserhalb ihres historischen Heimatlandes vor 2000 Jahren u. a. auch in Europa neue Lebensräume gefunden haben. In verschie-denen europäischen Ländern wurden sie, ohne ihre Religion aufzugeben, akzeptiert, ja, wurden Teil der jeweiligen europäischen Gesellschaften und trugen zu deren wirtschaftlicher und kultureller Entwicklung bei  - und wurden dann doch wieder diskriminiert, verfolgt, vertrieben, ermordet.

 

An ausgewählten Zeitabschnitten innerhalb der 2000 Jahre Geschichte der Juden in Europa wollen wir den bei solchen Verfolgungen zutagetretenden Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Begründungen religiöser (christlicher!), ökonomischer und rassischer Art zu ergründen versuchen. Zugleich wollen wir uns - ebenfalls an Beispielen - vergegenwärtigen, wie Juden als Philosophen, Künstler, Musiker, Schriftsteller oder Forscher mit ihrem Wissen und Denken die Kultur und das geistige Leben in Europa mitgeprägt und bereichert haben. Wir wollen zeigen, dass Menschen jüdischen Glaubens ebenfalls Europäer waren und sind, dass Europa die Juden und ihre Kultur braucht.