Aktuelles 2022

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Pfr. Udo Hahn, Brigitte Grande M.A.

Prof. Dr. Edgar Grande

(eat archiv/dgr)

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Leitungsteam und Konventmitglieder (eat archiv/dgr)

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„Die Zukunft der Zivilgesellschaft“:

Einladung zur Jahrestagung des Freundeskreises

 

Es ist eine liebgewordene Tradition seit vielen Jahren: die Jahrestagung des Freundeskreises im Schloss Tutzing, fester Programmpunkt im Freundeskreisjahr und Treffpunkt für die Mitglieder aus ganz Bayern! Für die Tagungsgäste bietet die Jahrestagung ein Wochenende lang im Schloss und Park der Evangelischen Akademie Zugang zu Expertise aus erster Hand, Gelegenheit zu offenem Meinungsaustausch, attraktive Kulturprogramme an den Abenden, Begegnungen und Gespräche. Zum Auftakt der Jahrestagung findet außerdem die Mitgliederversammlung des Freundeskreises statt.

Zur Tagung und zur Mitgliederversammlung lädt der Freundeskreis in diesem Jahr am Pfingstwochenende (3. bis 5. Juni) ein. Die Tagung widmet sich dem Thema, das einst Bürgerinnen und Bürger aus ganz Bayern zur Gründung des Freundeskreises motiviert hat: die bürgerschaftliche Beteiligung und Mitverantwortung an der Entwicklung unserer Gesellschaft.

 

Nach zwei Jahren Pandemie ist die Welt nicht mehr dieselbe wie vor Corona. Der Lockdown der Gesellschaft hat das bürgerschaftliche Engagement in vielen Bereichen behindert und geschwächt. Wie steht es heute um die Zivilgesellschaft in Deutschland? Vor welchen Herausforderungen steht sie und welche Faktoren werden ihre weitere Entwicklung bestimmen? Der Freundeskreis als eine zivilgesellschaftliche Institution mit einer mehr als 70-jähringen Geschichte möchte wissen, wie es um die Zukunft der Zivilgesellschaft steht und diesen Titel trägt auch seine Jahrestagung 2022: „Die Zukunft der Zivilgesellschaft“.  

 

Die Tagung wurde gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Tutzing und dem Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin (WZB) vorbereitet. Experten aus der Wissenschaft werden gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteuren den Zustand und die Entwicklungsperspektiven der organisierten Zivilgesellschaft und des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland kritisch beleuchten und diskutieren. Und sie werden auch nach politischen Konsequenzen fragen: welche Unterstützung braucht es, damit bürgerschaftliches Engagement wiederbelebt wird? Und wie aktiv muss der Staat sein, damit die Zivilgesellschaft ihre frühere Stärke wieder gewinnt und zur Stärkung von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen kann?

 

Die Gründerinnen und Gründer des Freundeskreises wollten am Aufbau demokratischer Strukturen in der jungen Bundesrepublik mitwirkten. Sie wollten dafür sorgen, dass die Gesellschaft miteinander ins Gespräch kommt. Auch jetzt, nach den langen Monaten gesellschaftlichen Stillstands, braucht es Debatten zur Zukunft unseres Zusammenlebens. Debatten brauchen Orte und Gelegenheiten. Gemäß seiner langen Tradition möchte der Freundeskreis eine solche Gelegenheit zur Debatte bieten und lädt am Pfingstwochenende zu seiner Jahrestagung an einen inspirierenden Ort ein. 

  

Brigitte Grande, Vorsitzende Freundeskreis Evangelische Akademie Tutzing e.V.

Mit vereinten Kräften in die Zukunft

 

Ein starkes Signal der Gemeinsamkeit und Entschlossenheit: erstmals in der jüngeren Geschichte des Freundeskreises tagten beide Entscheidungs- und Beratungsgremien des Freundeskreises gemeinsam. Konvent und Leitungsteams trafen sich am 17. März im Schloss Tutzing, tauschten sich über die anstehenden Aufgaben aus, berieten und beschlossen Projekte und schmiedeten Pläne für die Zukunft.

 

Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing e.V. ist ein Bildungsunternehmen mit einer Tradition so alt wie die Bundesrepublik, bayernweit agierend, konsequent für Austausch und Meinungsbildung von Bürgerinnen und Bürgern eintretend, Kultur liebend, Netzwerke und Freundschaften knüpfend. Ein Bildungsunternehmen, das in seiner langen Geschichte Routinen entwickelt hat und dessen Jahresablauf von wiederkehrenden Ereignissen und zentralen Veranstaltungen geprägt ist. Jeweils im Frühjahr und im Herbst treffen sich die Leitungsteam aller örtlichen Freundeskreise zu Abstimmung, Ideenaustausch und Weiterbildung. Jeweils im Frühjahr und Herbst tagt auch der Konvent, der über alle Angelegenheiten des Freundeskreises entscheidet.

 

Monatelang hatte jegliche Kommunikation im Freundeskreis fast ausschließlich online stattfinden müssen. Nun setzten die Leitungsteams aus ganz Bayern und die Mitglieder des Konvents ein entschlossenes Zeichen: sie trafen sich persönlich zum Ideenaustausch und zur Planung der Zukunft im Schloss Tutzing. Und sie tagten gemeinsam! Es gab vieles zu besprechen: die Mitgliederversammlung am 3. Juni und die dort anstehenden Neuwahlen von Vorstand und Konvent, Budgetfragen, Tagungsstipendien für Jugendliche oder den neuen Internetauftritt des Freundeskreises. Die intensiven Diskussionen während der beiden Konferenztage im Schloss ließen keinen Zweifel daran, dass der Freundeskreis nach den schwierigen Monaten im gesellschaftlichen Lockdown seine Bildungsarbeit engagiert fortsetzt.

   

Schon in den kommenden Sommerwochen wird es deshalb viele Angebote für die Mitglieder des Freundeskreises geben. Im Mai lädt die Akademie zur Marie Luise Kaschnitz-Literaturtagung mit der Verleihung des Preises an Iris Wolff ein; der Freundeskreis ist Partner der Akademie bei Tagung und Preisverleihung. Im Juni organsiert der Freundeskreis gemeinsam mit der Akademie und dem Zentrum für Zivilgesellschaftsforschung am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin eine Tagung zur „Zukunft der Zivilgesellschaft“, zu der Aktive aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft erwartet werden. Am 6. Juli gratuliert der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing zu ihrem diesjährigen 75-jährigen Jubiläum mit einem „Akademietag“ im Schloss. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen, mitzufeiern.

 

Zu diesen Angeboten in Tutzing kommen noch die vielen Vorträge und Kulturevents, die die örtlichen Freundeskreise quer durchs Bayernland für die Bürgerinnen und Bürger anbieten. (Informationen: www.freundeskreis-ev-akademie-tutzing.de).

 

„Wir sind wieder auf Sendung“: diese Botschaft wollten die Leitungsteams der örtlichen Freundeskreise und der Konvent des Freundeskreises mit ihrem gemeinsamen Treffen vermitteln.

 

Brigitte Grande

Vorsitzende des Gesamt-Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V.

Bildung spenden

Im Jahr 2020 hat der Freundeskreis mit einem besonderen Spendenprojekt begonnen: Jugendliche können vom Freundeskreis ein kleines Stipendium beziehen, um an einer Tagung der Evangelischen Akademie teilzunehmen. Wir möchten damit junge Menschen für das Akademie-Programm gewinnen und ihnen die Teilnahme erleichtern. Unsere Stipendien sollen zugleich vermeiden helfen, dass junge Erwachsene – z.B. in Ausbildung oder Studium - aus finanziellen Gründen auf eine Teilnahme verzichten müssen.

Die evangelische Akademie fördert und gestaltet politische Jugendbildungsangebote im Netzwerk mit vielen anderen Akteuren in ganz Deutschland. Die Mitglieder des Freundeskreises unterstützen dieses wichtige Ziel besonders gerne. Denn auch in unserem Kreis sind sich alle Beteiligten einig: Die Jugend in ihrem politischen Werdegang zu begleiten, ist ein Beitrag zur demokratischen Zivilgesellschaft.

Der Spendenbedarf für ein solches Projekt ist groß. Wir freuen uns über jede Spende, die in dieses Projekt fließen kann. Nur mit Ihrer Hilfe können wir künftig verstärkt in unsere die Bildungsstipendien intensivieren - damit Jugendbildung dahin kommt, wo sie wichtig ist und nicht selbst finanziert werden kann.

Deshalb bitten wir Sie, unsere Idee weiterzutragen und zu unterstützen. Damit wir Spenden in Bildung verwandeln können.  

 

Ihre Ansprechpartnerin für zweckgebundene Spenden ist Dr. Karin Bergmann, Schatzmeisterin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V. (E-Mail-Adresse: Karin.Bergmann@o2online.de)

Spenden-Konto des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V.

Kontonummer: DE777025 0150 0430 5749 70

Stichwort: Bildungsspende

 

 

Neues Gemeinschaftsprojekt:

Gute Freunde unterstützen sich gegenseitig. Gemeinsame Projekte der Evangelischen Akademie und ihres Freundeskreises haben deshalb Tradition: Schon seit fast einem Vierteljahrhundert laden beide gemeinsam zur Kanzelrede in die Münchner Erlöserkirche ein und seit einigen Jahren wird auch die Jahrestagung des Freundeskreises gemeinsam mit der Akademie angeboten. Der Freundeskreis unterstützt den Marie Luise Kaschnitz-Literaturpreis und der durch Bayern tourende Gesprächsabend „Über Gott und die Welt“ findet ebenfalls in Kooperation von Akademie und Freundeskreis statt. Nun ist ein weiteres Projekt hinzugekommen: Der Fachtag „Meine Zeit steht in deinen Händen“, eine Einladung zum Nachdenken und Diskutieren über die Endlichkeit des Lebens und wie wir damit umgehen – als Einzelne, als Christinnen und Christen, als Kirche und in unserer Gesellschaft. Konzipiert wurde der Tag von einem Team um den Studienleiter der Akademie für Gesundheit, Künstliche Intelligenz und Spiritual Care, Pfarrer Dr. Hendrik Meyer-Magister.

 

„Wir können uns weder selbst zur Welt bringen, noch den Zeitpunkt unseres Todes vorherbestimmen. Wir haben das Leben letztlich nicht in der eigenen Hand. Das ist eine uralte menschliche Erfahrung. Niemand kann seiner (Lebens-)Länge auch nur eine Elle zusetzen, so sehr wir uns auch darum bemühen“, schreiben Hendrik Meyer-Magister, die frühere Münchner Stadtdekanin Barbara Kittelberger und der Leiter der Fachstelle für Ethik und Anthropologie der ELKB, Prof. Dr. Arne Manzeschke – sie haben gemeinsam „Meine Zeit steht in deinen Händen“ konzipiert.

Und doch versuchen die Menschen genau das zu tun: mit Sport, mit Ernährung, mit moderner Hochleistungsmedizin das Leben zu verlängern. Umgekehrt gewinnt die Frage nach der Endlichkeit des Lebens neue Brisanz durch die in den letzten Monaten in Kirche und Gesellschaft geführte Debatte um den professionell assistierten Suizid, der in Zukunft in Deutschland wahrscheinlich möglich sein wird. „Überschreiten Ärztinnen und Ärzte nicht ihren Zuständigkeitsbereich, wenn sie zukünftig nicht nur heilen, sondern auch unheilbar Kranken beim Sterben helfen? Können Kirche und Diakonie Wünsche nach einem assistierten Suizid zulassen, Menschen auf diesem Weg in den Tod begleiten und gar selbst einen sicheren, schmerzfreien assistierten Suizid ermöglichen? Oder verraten sie damit nicht alles, wofür sie stehen? Wo fängt es an und wo hört es auf?  Reißen wir Gott nicht endgültig die uns gesetzte Zeit aus den Händen – und zwar mit Hochleistungsmedizin und Patientenverfügungen gleichermaßen?“, fragt das Projektteam.

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ (Psalm 31,16) lädt ein, um miteinander darüber nachzudenken, in wessen Händen unsere Zeit steht.


Zur Freude des Freundeskreises ist dieses wichtige Nachdenk- und Gesprächsangebot in den kommenden Wochen und Monaten in bayerischen Städten unterwegs, in denen örtliche Freundeskreise aktiv sind. Die Auftaktveranstaltung fand bereits im vergangenen Dezember – pandemiebedingt online – in München statt.  Der für Anfang Februar in der Christuskirche in Aschaffenburg geplante Fachtag musste nun – ebenfalls pandemiebedingt – leider kurzfristig wieder abgesagt werden. Für den 1. April ist das Angebot in Kulmbach und für den 13. Mai in Nördlingen geplant, wo jeweils noch das örtliche Evangelische Bildungswerk involviert ist. Weitere Termine sollen noch im Laufe des Jahres angeboten werden – gerne in Wirkungsorten örtlicher Freundeskreise und gerne in Kooperation und mit Unterstützung der dortigen Akteure und Akteurinnen. Denn: Gute Freunde unterstützen sich gegenseitig!

 

Brigitte Grande

Vorsitzende des Gesamt-Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V.

 

 

 

 

 

 

Freundeskreis-Jahresheft 2021/2022 erschienen

 

Sichtbar bleiben und miteinander verbunden, füreinander sorgen in sorgenvollen Zeiten. Diesem Anspruch möchte der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing auch im zweiten Jahr der Pandemie gerecht werden. Der Anspruch ist zugleich eine Herausforderung: litten doch unter den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie insbesondere auch zivilgesellschaftliche Aktivitäten und Projekte. Gerade für ihr Wirken ist Zugang zum öffentlichen Raum und die Möglichkeit gemeinsamen Handelns unverzichtbar. Während der Pandemie aber konnten sie über Monate nur im virtuellen Notbehelf agieren oder kamen oft ganz zum Stillstand.

 

Das gerade neu erschienene Jahresheft des Freundeskreises belegt, wie die Evangelische Akademie Tutzing und ihr Freundeskreis auch im zweiten Jahr der Pandemie ihrer Aufgabe nachgekommen und sichtbar geblieben sind. Exakt 100 Seiten umfasst das Heft und berichtet von Bildungserlebnissen und Kulturangeboten, von Debatten und Meinungsbildung, von Austausch und Kontaktpflege – oft nur virtuell, aber mit unvermindertem Engagement.

Das Team der Akademie kreierte auch unter Corona- Bedingungen Tagungen und Themenabende. Veranstaltungen, die nicht in Präsenz stattfinden konnten, wurden in neue Online-Formate übersetzt. Schloss Tutzing blieb ein Zuhause für Bildung und Diskurs und ein Forum für kontroverse Debatten. Auch die örtlichen Freundeskreise haben, wann und wo immer es möglich war, ihre Bildungsarbeit fortgesetzt: Manche setzten Impulse für das kulturelle Leben an ihren jeweiligen Orten, indem sie Vortragsangebote in Gottesdienste integrierten oder “Sonntagsvorlesungen“ in der Kirche veranstalteten. Andere schickten Monatsbriefe mit literarischen Ermutigungen an ihre Mitglieder vor Ort, über Rundbriefe wurde der Kontakt untereinander gehalten oder ein Stream-Angebot organisiert.

 

Auch die Zivilgesellschaft in anderen Kontinenten nimmt das Heft in den Blick: Der Gründer der Ecumenial Foundation of Southern Africa (EFSA), Dr. Renier Koegelenberg, begleitet das aktuelle Jahresheft mit seinem Grußwort. Die EFSA ist mit der Evangelischen Akademie Tutzing seit vielen Jahren durch einen Partnerschaftsvertrag verbunden. „Covid 19 und unsere globalen Umweltherausforderungen haben uns daran erinnert, dass wir voneinander abhängig sind, dass wir berufen sind, füreinander zu sorgen – als eine Menschheitsfamilie, die eine Welt teilt“, mahnt Koegelenberg in seinem Grußwort. Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing hat sich 2021 dieser Aufgabe gestellt und ist entschlossen, das auch weiterhin an der Seite der Akademie zu tun.


Wer mehr über die engagierte Bildungsarbeit der Evangelischen Akademie Tutzing und ihres Freundeskreises wissen möchte, kann das neue Jahresheft kostenlos anfordern in der Geschäftsstelle des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, Schlossstraße 2+4, Tel.: 08158/251-130, freundeskreis@ev-akademie-tutzing.de.

 

Brigitte Grande                                                                    

Vorsitzende Freundeskreis Evangelische Akademie Tutzing e.V.