Aktuelles 2021

Vorträge, Kanzelreden, Monatsbriefe und mehr

 

Trotz Corona und der Einstellung des Kulturbetriebs bleibt der Freundeskreis sichtbar. Die örtlichen Freundeskreise halten Kontakt zu ihren Mitgliedern, planen unbeirrt für die Zeit nach Corona und sind in den Medien präsent.

 

„Freundeskreis plant trotz Corona“ titelte die in Weiden/Oberpfalz erscheinende Tageszeitung „Der neue Tag“ im Januar dieses Jahres und bescheinigte dem dortigen Freundeskreis auch in der Coronapandemie „hinter den Kulissen weiter zu planen und weiterhin Impulse für das kulturelle Leben in Weiden durch Vortragsveranstaltungen zu Themen aus Politik und Wissenschaft zu liefern“ - so wie seit mehr als drei Jahrzehnten. 74 Veranstaltungen waren es alleine in den letzten zehn Jahren.

Weiter nördlich in Hof war in der Aprilausgabe des Monatsmagazin „Pro Hof“ über den Freundeskreis zu lesen, dass er „jedes Jahr ein vielfältiges und interessantes Programm zur Erwachsenenbildung“ organisiert, „viele Menschen erreichen und breit gestreute Themen“ anbieten möchte. Auch das Leitungsteam des Freundeskreises kommt im Magazin zu Wort: „Wir bemühen uns, den Geist der Akademie auch in diesem entlegenen Winkel Bayerns erlebbar werden zu lassen.“

Wenden wir uns nach Bayreuth. Dort wird in der Maiausgabe des „Bayreuther Kulturbriefes“ die Arbeit des Freundeskreises gewürdigt und ihm bescheinigt: „Das Programm heißt Bildung, aber keine trockene Wissensvermittlung“. Indem er Details aus dem zukünftigen Programmangebot verrät, vermittelt der Artikel den Leserinnen und Lesern Vorfreude auf die für die Zeit nach Corona geplanten Veranstaltungen.

 

Auch aus den Freundeskreisen in Aschaffenburg, Augsburg, Grünwald, Herrsching, Ingolstadt, Kaufbeuren, Kulmbach Landshut, München, Nördlingen, Starnberg und Tutzing gibt es Positives und Ermutigendes zu vermelden. Es kann von „Kanzelreden“ in Gottesdiensten   berichtet werden oder es werden „Sonntagsvorlesungen“ in der Kirche angeboten. Es werden berührende Monatsbriefe voll literarischer Ermutigungen an die Mitglieder verschickt, über Rundbriefe der Kontakt untereinander gehalten oder Streaming-Angebote organisiert.

All diese Aktivitäten künden vom ungebrochenen Engagement des Freundeskreises – trotz Corona. Man ist gewillt, diesen schwierigen Zeiten die Stirn zu bieten! Der Freundeskreis ist und bleibt damit ein verlässlicher Freund der Evangelischen Akademie Tutzing und eine Unterstützung, auf die die Akademie bauen kann. Den einfallsreichen Leitungsteams in den örtlichen Freundeskreisen und den treuen Mitgliedern, die das ermöglichen, ist für ihr unentwegtes Engagement herzlichst zu danken!   

 

 

 

Brigitte Grande, Vorsitzende des Gesamt-Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V.

 

 

 

 

„Viele ermutigende Signale“

 

Gleich drei Besonderheiten wies die Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V. am 23. April auf: Erstmals fand sie wegen der Corona-Pandemie digital statt. Da sie 2020 coronabedingt ausfiel, stand die Beschlussfassung zweier Jahresrechnungen – 2019 und 2020 – an. Die kurzfristig erkrankte Vorsitzende, Brigitte Grande M.A., musste sich durch den 2. Vorsitzenden, Akademiedirektor Udo Hahn, vertreten lassen, der diese Funktion kraft Amtes innehat. Und es war die erste Mitgliederversammlung der neuen Leiterin der Geschäftsstelle des Freundeskreises. Maria Kißlinger hatte zum 1. April die Nachfolge von Daniela Laußer angetreten. Unterstützt von Akademie-Mitarbeiterin Sophie Peikert (Technik) sowie den Vorstandsmitgliedern Dr. Karin Bergmann (Schatzmeisterin) und Gerd Thomae (Schriftführer) verlief alles – wie gewohnt – in geordneten Bahnen.

 

In ihrem von Udo Hahn verlesenen Bericht, wies die Vorsitzende darauf hin, dass die Pandemie auch die Arbeit des Freundeskreises praktisch zum Erliegen gebracht hat. „Dennoch gab und gibt es nach diesen ungewöhnlichen Monaten des gesellschaftlichen Lockdowns viele ermutigende Signale aus unserem Freundeskreis und beherztes Agieren in den örtlichen Freundeskreisen“, so Brigitte Grande. Manches habe stattfinden können, etwa die Kanzelreden mit der Schriftstellerin und Regisseurin Doris Dörrie am Weltfrauentag am 8. März 2020

und mit der Präsidentin des NS-Dokumentationszentrums München, Dr. Mirjam Zadoff am 11. Oktober. Auch die Leitungsteams der örtlichen Freundeskreise konnten sich im Oktober zu ihrer Herbstkonferenz live treffen und gemeinsam mit dem Freundeskreis in Hof dessen 40-jähriges Jubiläum feiern. Vorstand und Konvent tagten hingegen online. In den Videokonferenzen habe alles beraten und entschieden werden können, was nötig gewesen sei, um die Arbeit gut weiterzuführen. Alle Beschlüsse seien einstimmig erfolgt. Für das vertrauensvolle Miteinander zeigte sich Brigitte Grande „sehr dankbar“.

 

Auch die Leitungsteams der örtlichen Freundeskreise haben per Zoom getagt. Und auch hier sei „viel Gutes und Ermutigendes“ zu berichten. Die Teams vor Ort seien vorbereitet, umgehend wieder zu Veranstaltungen einzuladen, sobald das möglich sein werde. „Die Programme liegen fertig in den Schubladen, die Organisatoren stehen in den Startlöchern!“ Außerdem gebe es in den örtlichen Freundeskreisen ideenreiche Aktionen, den Kontakt zu den Mitgliedern vor Ort zu halten: etwa durch Briefe, angereichert mit Mut machender Literatur, durch Telefonate oder durch Gottesdienste mit begleitendem Vortrag. „Wir leben noch“ und „wir machen weiter“ – so lasse sich die Stimmung in den örtlichen Freundeskreisen zusammenfassen.  

 

Brigitte Grande erinnerte in ihrem Bericht auch an das Jahresheft, das im Coronajahr mehr denn je ein Signal sein wollte, dass der Freundeskreis unbeirrt seinen Auftrag erfülle: Information anzubieten und Meinungsbildung auf Basis von Expertise ermöglichen, mit Kunst und Kultur Freude spenden und zum gesellschaftlichen Engagement einladen – und an der Seite der Akademie aktive, kritische Zivilgesellschaft zu sein.

 

Zusammen mit den aktuell fast 1.100 Mitgliedern gehe es darum, „engagiert und überzeugt unsere Bildungsarbeit fortsetzen, mit Freude an Kunst und Kultur, mit Interesse an Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Kirche, mit Verantwortungsbereitschaft für die Zukunft unserer Gesellschaft und dieses Landes, an der Seite dieser großartigen Bildungseinrichtung Evangelische Akademie Tutzing und in Freundschaft untereinander“.

 

Udo Hahn wies in seinem Bericht darauf hin, dass die Akademie auch in der Pandemie ihren Bildungsauftrag erfülle. Mit den digitalen Angeboten erreiche man sogar deutlich mehr Menschen. Dennoch hofft der Akademiedirektor, bald wieder in den Präsenzbetrieb zurückzukehren. Die persönliche Begegnung biete in den Bildungsprozessen einen entscheidenden Mehrwert. Digitale Angebote würden aber in jedem Fall beibehalten. Und noch eine gute Nachricht hatte der Akademiedirektor: Auch 2020 habe der Betrieb einen ausgeglichenen Haushalt erwirtschaftet. Realisiert werden konnte dies durch einen strikten Sparkurs, die Möglichkeit, Kurzarbeitergeld für Mitarbeitende zu erhalten sowie durch coronabedingte Fördermittel des Bundes sowie des Freistaats Bayern. „Wir blicken mit vorsichtigem Optimismus in Zukunft“, so Hahn. Der Auftrag der Akademie sei wichtiger denn je. Zudem habe die Kirche selbst Bildung priorisiert. „Wir gestalten die Kirche und Gesellschaft der Zukunft mit“, ist der Akademiedirektor überzeugt.

 

Prof. Dr. Hans-Joachim König, zwischen 2006 und 2014 Vorsitzender des Freundeskreises, würdigte am Ende der Vollversammlung die Arbeit seiner Nachfolgerin und der Akademie – und sprach, wie der Online-Beifall zeigte, für die gesamte Mitgliederversammlung. Diese beschloss zuvor die beiden Jahresrechnungen 2019 und 2020 sowie den Haushaltsplan für 2021. Einstimmig fiel auch das Votum für die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge aus. Die letzte Anpassung hatte es im Herbst 2001 im Zuge der Währungsumstellung auf den Euro gegeben.

 

Gerda Baumann

Personalwechsel im “Dachstübchen”:

 

Im Dachgeschoss des Kavaliersbaus von Schloss Tutzing befindet sich die Geschäftsstelle des Freundeskreises. Die Vereinsmitglieder nennen sie liebevoll “das Dachstübchen”. In den vergangenen sechs Jahren war hier der Arbeitsplatz von Daniela Laußer. Als Geschäftsführerin kümmerte sie sich um die etwa 1100 Mitglieder, um Finanzen, Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit des Freundeskreises. Zum 1. April übergibt sie die Geschäfte an ihre Nachfolgerin Maria Kißlinger.

Dieser Job hat Abwechslungs-Garantie: Die Geschäftsführerin des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing organisiert Veranstaltungen, Tagungen und Koordinierungstreffen, ist zuständig für das Rechnungswesen des Vereins, gestaltet Werbematerialien und begleitet die Öffentlichkeitsarbeit. Sie koordiniert die Planung und Durchführung von Studienreisen und ist Ansprechpartnerin für die Anfragen und Wünsche der etwa 1100 Mitglieder, die in ganz Bayern zuhause sind. Die Geschäftsführerin des Freundeskreises begleitet und unterstützt die zahlreichen Aktivitäten des Vereins.

Zum 1. April übernimmt eine neue Geschäftsführung den Freundeskreis: Maria Kißlinger. Die gelernte Bankkauffrau und Bankfachwirtin bringt nicht nur viel Berufserfahrung im Rechnungswesen mit, sondern auch in Büroorganisation und Veranstaltungsplanung. Maria Kißlinger lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Pähl und ist dort Vorstandsmitglied im Förderverein der Grundschule. Sie ist begeistert von der Bildungsarbeit der Evangelischen Akademie Tutzing und freut sich deshalb auf ihr neues abwechslungsreiches Aufgabengebiet beim Freundeskreis – beste Voraussetzungen für die neue Aufgabe! Wir freuen uns, in Maria Kißlinger eine neue kompetente Geschäftsführerin gefunden zu haben und wünschen Ihr von Herzen viel Erfolg!

Maria Kißlinger folgt auf Daniela Laußer, die seit März 2015 als Geschäftsführerin des Freundeskreises gewirkt hatte. Als diplomierte Werbe- und Messegestalterin hatte sie bei Verlagen und Eventagenturen, für mittelständische Unternehmen und für Kulturvereine gearbeitet und brachte viel Berufserfahrung als Bildredakteurin, Grafikerin und im Marketing ins “Dachstübchen”. In ihrer Zeit als Geschäftsführerin erhielten sämtliche Werbematerialien des Freundeskreises, die Homepage, die Reiseflyer und Veranstaltungseinladungen ein neues, einladendes Outfit. Auch für das Jahresheft kreierte sie mit immenser Gestaltungsfreude und imponierendem Engagement ein neues ansprechendes Layout.

Große Gestaltungsfreude, außerordentliches Engagement und viel Eigeninitiative zeichneten ihre gesamte Arbeitsweise aus. Die Freundeskreisaktivitäten der vergangenen sechs Jahre profitierten davon – und wir danken ihr dafür sehr! Für ihre neue Aufgabe, als Geschäftsführerin im Haus der Bürger und Vereine Pöcking, dem Kulturzentrum “Beccult”, wünschen wir Daniela Laußer von Herzen alles Gute, viel Freude und Erfolg!

Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing ist ein bayernweit agierendes “Bildungsunternehmen”. 15 örtliche Dependenzen in bayerischen Kommunen betreiben aktive Bildungsarbeit indem sie als “kleine Akademien vor Ort” zu Vorträgen und Diskussionsabenden, zu Kunst und Kultur, zu Exkursionen und Debatten einladen und so die Bildungsidee der Evangelischen Akademie in jeden Winkel des Freistaats tragen. Mehrmals im Jahr lädt der Freundeskreis seine Mitglieder zu zentralen Veranstaltungen ein: zur Jahrestagung im Schloss Tutzing, zum Bayerntag, zu Studienreisen oder Koordinierungstreffen.

Brigitte Grande, Vorsitzende des Gesamt-Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V.

“Ein kräftiges Zeichen der Gemeinschaft”
 

Barbara Kittelberger, die frühere Münchner Stadtdekanin, hat zum 1. Januar die Leitung der Münchner Dependance des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing übernommen. Im Interview erzählt sie, was an dieser neuen Aufgabe reizt – und was sie bewegen möchte.

Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing in München hat eine neue Leitung: Münchens ehemalige Stadtdekanin Barbara Kittelberger. Zum 1. Januar 2021 übernahm sie die Leitung von Dr. Karin Bergmann, die diesen Freundeskreis seit 2012 engagiert und erfolgreich geleitet hatte. Der Freundeskreis in München ist einer der ältesten örtlichen Dependancen des bayernweit agierenden Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, im vergangenen Jahr feierte er sein 70-jähriges ununterbrochenes Bestehen. Er ist außerdem mit 260 Mitgliedern der größte örtliche Freundeskreis. Was Barbara Kittelberger bewegt, sich dieser Aufgabe zu stellen, lesen Sie in diesem Interview.

Evangelische Akademie Tutzing: Frau Kittelberger, wir gratulieren Ihnen zu Ihrer neuen Aufgabe! Sie haben das größte Dekanat der bayerischen Landeskirche geleitet, nun leiten Sie den größten der örtlichen Freundeskreise der Evangelischen Akademie Tutzing. Lieben Sie Herausforderungen?

Barbara Kittelberger: Es ist eine ehrenvolle Aufgabe den Freundeskreis in München von Frau Bergmann, der langjährigen Leiterin, zu übernehmen. Ich freue mich riesig auf diese verantwortungsvolle Herausforderung, in der Fülle der südbayerischen Bildungsangebote den Freundeskreis zu platzieren. Es geht mir dabei einerseits um den Brückenschlag zu den evangelischen Gemeinden und Einrichtungen in München, und andererseits um Präsenz im zivilgesellschaftlichen Dialog und Miteinander.
 

Was verbindet Sie mit dem Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing?

Die Evangelische Akademie Tutzing ist für mich seit meiner Studienzeit ein Kleinod der Bayerischen Landeskirche. Das 70- jährige Jubiläum des Münchner Freundeskreises eröffnete mir die Möglichkeit, die Arbeit des Freundeskreises kennen und schätzen zu lernen. Dabei spielen nicht nur anspruchsvolle Veranstaltungen eine wichtige Rolle, sondern auch die Gemeinschaft derer, die gleiche Interessen und Ziele haben. Mit großer Freude habe ich festgestellt, dass die Mitgliedschaft an den Konfessionsgrenzen – ja, sogar an den Religionsgrenzen – nicht Halt macht.
 

Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?

Ich freue mich auf ein Miteinander der verschiedenen Partner in der evangelischen Kirche der Region München. So wie ich in meiner Tätigkeit als Stadtdekanin Themen setzen und das gesellschaftliche Leben mitgestalten konnte, soll der Freundeskreis mit evangelischem (Selbst-)Bewusstsein im Konzert der Bildungsangebote seinen Platz einnehmen.

Es ist mir ein großes Anliegen, Menschen mit ähnlichen Fragen, Gedanken und Zielen zusammenzubringen. So kann ein kräftiges Zeichen der Gemeinschaft nach innen und außen gesetzt werden.
 

Wie kann man sich Ihre Arbeit vorstellen?

Da ich den Münchner Freundeskreis nicht kannte, ist es mir wichtig, mit Menschen, die schon lange dabei sind, den Austausch zu pflegen. Dazu habe ich mir einen kleinen Beraterkreis zusammengestellt. Gemeinsam werden wir uns über Ziele und Ideen austauschen, und die Wünsche der Mitglieder des Freundeskreises besser kennenlernen. Bis zu vier Veranstaltungen im Jahr sind geplant.

Darüber hinaus möchte ich einen engen Austausch mit evangelischen Einrichtungen, wie der Stadtakademie, dem spirituellen Zentrum oder der Diakonie, pflegen. Gegenseitige Einladungen und gemeinsame Veranstaltungen könnten daraus entstehen.

Wie kann Kirche zur zivilgesellschaftlichen Entwicklung und Förderung des bürgerlichen Engagements beitragen? Und wo sehen Sie dabei den Platz des Freundeskreises der Evangelischen Akademie?

In Anlehnung an Dietrich Bonhoeffers Satz „Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist“ bin ich überzeugt, dass den Kirchen – aber auch jeder und jedem Einzelnen – eine besondere Aufgabe zukommt. Wir sind Kundschafterinnen und Botschafter für ein friedliches Zusammenleben in Freiheit und gegenseitiger Wertschätzung. Unsere Stimme ist im gesellschaftlichen Diskurs notwendig und gefordert. Vorträge, Diskussionen und andere Bildungsangebote bieten die notwendigen Informationen und Kontakte. Ich kann mir auch vorstellen, dass wir öffentlich auftreten, wenn es darum geht, Stellung zu beziehen gegen Rassismus, Antisemitismus und Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

 

Welche Themen sind es, zu denen Sie Veranstaltungen machen möchten, sobald es wieder möglich sein wird?

Ich greife für das laufende Jahr zwei Ideen heraus:

Unser kirchlicher und gesellschaftlicher Umgang mit Corona. Geplant ist eine dazu eine Veranstaltung mit Regionalbischof Christian Kopp. Die gesellschaftlichen Auswirkungen möchte ich zusätzlich gerne mit einem Vertreter oder einer Vertreterin der Zivilgesellschaft beleuchten.

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland ist für mich ein wunderbares und ermutigendes Jubiläum, dem ich gerne Aufmerksamkeit schenken möchte.

Darüber würde ich gerne Themen im Umfeld von Spiritualität und Diakonie, aber auch aus dem Gesundheitswesen und der Medizinethik aufgreifen.
 

Was möchten Sie den Mitgliedern des Freundeskreises gerne auf diesem Wege mitteilen?

Ich freue mich sehr auf echte Begegnungen, den Austausch und das Miteinander als Freundinnen und Freunde der evangelischen Akademie Tutzing.

Wir sind darauf angewiesen, Beziehung zu halten und aufeinander zu achten und miteinander zu feiern. Das soll bei allen Themen und Außenkontakten nicht zu kurz kommen.

Ich möchte alle Mitglieder einladen, sich mit Anregungen und Ideen hinsichtlich der Programmgestaltung an mich zu wenden. Nur gemeinsam können wir ein attraktiver und einladender Freundeskreis sein.

Und noch eine persönliche Frage: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Für die nahe Zukunft wünsche ich mir, dass die Corona Pandemie abebbt und wir einander begegnen und miteinander reden können. Ich hoffe sehr, dass Veranstaltungen wieder verlässlich planbar sind und wir in einen regen Austausch kommen.

Es ist mir wichtig, auf allen Ebenen neue Frauen und Männer für den Freundeskreis zu interessieren. Denn ich bin sicher, es braucht Orte des zweckfreien Dialogs wie die Akademie Tutzing und Menschen, die mit Leidenschaft und Augenmaß das Ihre dazu beitragen, dass christliche Werte – auch im Diskurs – weitergegeben werden.
 

Das Gespräch führte Dorothea Grass

 

 

 

 

 

 

Echte Leidenschaft in virtuellen Zeiten:

Freundeskreis-Jahresheft 2020/2021 erschienen

 

Es sind herausfordernden Zeiten, in denen es aber zum Glück gute Beispiele gibt, wie mit der Krise umgegangen wird – diese Auffassung vertritt Oberkirchenrat Stefan Blumtritt in seinem Grußwort im soeben erschienenen Jahresheft 2020/2021 des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing: „Jeder sollte seine Möglichkeiten an je seinem Ort nutzen. Gerade auch die Freundeskreise der Evangelischen Akademie Tutzing sind gut vernetzt und können so in die Gesellschaft hinein strahlen. Genau das brauchen wir!“

 

Das aktuelle Jahresheft belegt, wie der Freundeskreis der Akademie auch im Jahr der Corona-Pandemie vernetzt blieb – als Mitglieder untereinander, mit der Evangelischen Akademie Tutzing und mit der Gesellschaft. Auf 120 Seiten informiert das Studienleiterteam, wie die Akademie trotz Lockdown unbeirrt ihrem Bildungsauftrag nachkommt. Die Leitungsteams der örtlichen Freundeskreise berichten in Interviews, wie es bayernweit in den Freundeskreisen mit dem gesellschaftlichen Engagement weitergehen soll. Wie nötig das weiterhin gebraucht wird, unterstreicht eine bemerkenswerte Kanzelrede der Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München, die im Wortlaut nachzulesen ist. Wie das Gesicht unserer Gesellschaft nach Corona aussehen wird, dazu sind im Jahresheft aktuelle Forschungsergebnisse des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) ebenso zu finden wie die Einschätzung des bayerischen Landesnetzwerkes für Gesellschaftliches Engagement (LBE). Das Netzwerk STADTART wird vorgestellt, das ebenso wie der Freundeskreis der Evangelische Akademie Tutzing bayernweit kulturellen Mehrwert schafft.  Und weil Schloss Tutzing ein inspirierender Ort bleiben wird, informiert das Heft auch über besondere Kunstschätze im Schloss und einen außergewöhnlichen früheren Schlossbesitzer.

 

Das Jahresheft 2020/2021 möchte alle Mitglieder des Freundeskreises darin bestärken, sich an der Seite der Akademie weiterhin sichtbar und hörbar um den Zustand der Gesellschaft zu kümmern. Die Vorsitzende des Freundeskreises, Brigitte Grande, sagt dazu: „Die Zeiten mögen virtuell sein, die Leidenschaft für den Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing bleibt echt.“

 

Wer mehr über die Bildungsarbeit der Evangelischen Akademie Tutzing und ihres Freundeskreises wissen möchte, kann das neue Jahresheft kostenlos anfordern in der Geschäftsstelle des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, Schloss-Straße 2+4, Tel.: 08158/251-130, kontakt@freundeskreis-ev-akademie-tutzing.de.

Jubiläum in Hof

Die Bildungsidee der Evangelischen Akademie Tutzing hat Freundinnen und Freunde:  Menschen, die für diese Bildungsidee brennen und sie persönlich mit ihrem Engagement unterstützen, indem sie Mitglied des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing sind. Freundeskreis-Mitglieder gibt es in ganz Bayern. Sie engagieren sich in örtlichen Freundeskreisen und laden dort zu Vorträgen und Diskussionsabenden ein, inszenieren Begegnungen und Austausch, treffen sich zu Kunst und Kultur und pflegen Freundschaften. Sie kooperieren mit Kirchengemeinden und Bildungseinrichtungen, knüpfen Netzwerke und genießen die bereichernde Verbindung zur Evangelischen Akademie Tutzing.

Örtliche Freundeskreise gibt es in Aschaffenburg, Bayreuth, Grünwald, Herrsching, Ingolstadt, Kaufbeuren, Kulmbach, Landshut, München, Starnberg, Tutzing, Weiden - und in Hof. Der Freundeskreis in Hof feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum und kann damit auf vier Jahrzehnte Bildungsengagement zurückblicken. Politik und Gesellschaft, Kunst und Religion, Natur und Umwelt, Wirtschaft und Recht, Literatur und Philosophie – die Bandbreite der Themen, die der Freundeskreis in Hof in 40 Jahren angeboten hat, ist groß. Derzeit leiten Inge und Gotthard Haushofer den Freundeskreis und sorgen dafür, dass die Bildungsidee der Evangelischen Akademie Tutzing auch ganz im Norden Bayerns lebt.

Gewürdigt wird das Jubiläum im Oktober im Rahmen eines kleinen Festabends in der Freiheitshalle in Hof.
Den Festvortrag hält  Professor Dieter Richter, Germanist und gebürtiger Hofer,  
zu „Von Hof nach Rom. Johann Christian Reinhart -  Ein deutscher Maler in Italien“.

Oberbürgermeisterin Eva Döhla und Landrat Dr. Oliver Bär sowie Dekan Günter Saalfrank
werden ebenso zum Gratulieren vorbeischauen, wie Akademiedirektor Udo Hahn und die Vorsitzende des Gesamtfreundeskreises, Brigitte Grande.

Wer sich für die engagierte Bildungsarbeit des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing interessiert, wird gerne informiert und beraten: Geschäftsstelle  Freundeskreis Evangelische Akademie Tutzing e.V., Daniela Laußer, Tel.: 08158 / 251-130, Fax: 08158 / 251-150, lausser@ev-akademie-tutzing.de.

Bildquelle: Presseportal der Stadt Hof

Sechs Gründe, Mitglied im Freundeskreis zu sein

Brigitte Grande, Vorsitzende des Freundeskreises, benennt sie in ihrem aktuellen Beitrag und fügt hinzu: „Gerade weil wir nun in den Wochen des Lockdowns erlebt haben, was uns und der Gesellschaft fehlt, wissen wir nun, wie bereichernd, ermutigend und wertvoll für uns das gemeinsame Engagement im Freundeskreis der Evangelischen Akademie ist.“

Zugang zu öffentlichem Raum, Austausch und gemeinsames Handeln sind essentiell für bürgerschaftliches Engagement. Das gilt in besonderem Maß für den Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die für unsere Gesellschaft so wichtige Bildungsarbeit der Evangelischen Akademie Tutzing bayernweit zu unterstützen und zu begleiten. Überall, wo es örtliche Freundeskreise gibt, laden sie ein zu Vorträgen und Diskussionsabenden, sie netzwerken und organisieren, bringen Menschen und Ideen zusammen. Bei Tagungen im Schloss Tutzing und während der Bildungsreisen des Freudenkreises finden Austausch und Begegnung statt, Freundschaften entstehen, es wird zugehört und nachgefragt, zugestimmt und widersprochen. Seit 1949 leisteten die Mitglieder des Freundeskreises an der Seite der Evangelischen Akademie Tutzing wertvolle Bildungsarbeit und begeisterten Bürgerinnen und Bürger für gesellschaftliches Engagement.

In diesem Jahr wurde dieses Engagement erstmals nach 70 Jahren unterbrochen. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise verboten Präsenzveranstaltungen: kein Austausch face to face, keine gemeinsam erlebten Reisen und Kulturabende, keine persönlichen Begegnungen. Der Freundeskreis existierte lediglich in digital geknüpften Netzwerken. Diese digitalen Angebote und Netzwerke sind unentbehrlich, damit die Mitglieder miteinander und mit der Akademie in Verbindung bleiben. Sie sind aber über längere Zeit hinweg kein hinreichender Ersatz für gemeinsame Aktivitäten - das ist allen deutlich geworden.   

Diese schmerzliche Erfahrung kann man nun beklagen. Man kann diese Erfahrung aber auch als Bestätigung der vorherigen Stärke und Wirkungsmächtigkeit begreifen und daraus Motivation und Überzeugungskraft für zukünftiges Engagement schöpfen! Gerade weil wir nun in den Wochen des Lock-Down erlebt haben, was uns und der Gesellschaft fehlt, wissen wir nun, wie bereichernd, ermutigend und wertvoll für uns das gemeinsame Engagement im Freundeskreis der Evangelischen Akademie ist. Und deshalb werden wir nach der Corona-Krise unsere Bildungsarbeit wieder in gewohnter Form aufnehmen. Wir werden sogar das Kostbare und Unersetzliche unseres Wirkens an der Seite einer der renommiertesten (und schönsten!) Bildungseinrichtungen unseres Landes intensiver und bewusster wahrnehmen!

Die kleine Vereinsbroschüre, mit denen der Freundeskreis über sich und seine Aufgaben informiert, nennt sechs wichtige Gründe, eine Freundin und ein Freund der Evangelischen Akademie Tutzing zu sein. Diese sechs Gründe gelten auch und umso mehr nach Corona:   

1. Austausch und Diskussion, konstruktive Auseinandersetzung und Verständigung erleben.
2. Impulse gewinnen in Fragen aus Politik und Gesellschaft, Kultur und Religion.
3. Neue Partnerschaften und Kooperationen gestalten und Netzwerke knüpfen.
4. Sich engagieren, denn anpacken und mitgestalten machen glücklich!
5. Freundschaften pflegen.
6. Teil der Evangelischen Akademie Tutzing zu sein. (Klick)

Der ehemalige Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Thierse befand vor einiger Zeit über den Freundeskreis: „Miteinander frei zu reden, (…) ernsthaft und gelegentlich erheiternd: Das ist kostbar.“ An seinen Befund schloss er die Aufforderung an: „Das soll so bleiben! Das muss gepflegt und gefördert werden!“ Und genau das werden wir tun, sobald es wieder möglich sein wird: dann wird der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing seine 70-jährige Erfolgsgeschichte als wichtiger zivilgesellschaftlicher Akteur fortsetzen und seine Mitglieder werden ihr Mitwirken genießen.

In Verbindung bleiben, Impulse setzen, Freundschaften pflegen: Der Freundeskreis in Zeiten der Corona-Pandemie

Liebe Mitglieder,

liebe Leitungsteams in den örtlichen Freundeskreisen,

im Jahr 1989 bezeichnete der damalige Vorsitzende des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, Heinz Burghart, als die Stärke und das Wesensmerkmal unserer Freundeskreises „die persönliche Begegnung, das Gespräch, den unmittelbaren Meinungs- und Gedankenaustausch“, denn all dies könne „kein Fernsehgerät ersetzen.“

Heinz Burghart war in jenem Jahr nicht nur der Vorsitzende des Freundeskreises, er war im „Hauptberuf“ Chefredakteur des BR. 1993 gründete Burghart die Bayerische Akademie für Fernsehen und wurde später deren Ehrenpräsident. Bis heute gilt er als eine der herausragenden Figuren des Journalismus in Bayern. Heinz Burghart wusste also, wovon er sprach, als er dem Freundeskreis diese Bedeutung attestierte.

Bis heute zeichnet es den Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing aus, Foren für Begegnung, Gespräch und unmittelbaren Meinungs- und Gedankenaustausch zu schaffen. Seit seiner Gründung im Jahr 1949 verbreitet der Freundeskreis die Bildungsidee der Evangelischen Akademie Tutzing in ganz Bayern. Deshalb sind in vielen bayerischen Städten lokale Freundeskreise aktiv: Sie laden zu Vorträgen und Diskussionsabenden ein, sie ermöglichen Austausch und Diskurs der Bürgerinnen und Bürger untereinander und pflegen Freundschaften. Sie tun das, was kein Fernsehgerät ersetzen kann.

Die Coronapandemie hat nun erstmals den gewohnten Diskurs „face to face“ im Freundeskreis für eine Zeitlang unmöglich gemacht. Die geplanten Veranstaltungen in den örtlichen Freundeskreisen überall in Bayern mussten wir ebenso absagen, wie den beliebten jährlichen „Bayerntag“, die gemeinsamen Reisen oder die Jahrestagung in Kooperation mit der Akademie.

Als Mitglieder des Freundeskreises bleiben wir dennoch in Verbindung! Wie alle Bildungsakteure halten wir uns in diesen Wochen informiert durch Mails und eine „virtuelle Vortragsreihe“. Noch wichtiger sind aber die vielen individuellen Telefongespräche, die die Leitungsteams der örtlichen Freundeskreise unentwegt mit „ihren“ Mitgliedern am Ort führen. Sie halten damit Verbindung und signalisieren: das Engagement jedes einzelnen Mitglieds im Freundeskreis wird gebraucht und deshalb führen wir die Gespräche unter Bürgerinnen und Bürgern fort – denn die kann kein Fernsehgerät ersetzen!

Ich danke Ihnen allen für Ihre Treue zum Freundeskreis und ganz besonders den Leiterinnen und Leitern der örtlichen Freundeskreise für ihr Kümmern in diesen herausfordernden Zeiten. Bleibt und bleiben Sie dran, bis wir uns alle wieder persönlich treffen können – bei Veranstaltungen in den bayerischen Freundeskreisstädten und in der Evangelischen Akademie Tutzing!

Herzlichst

Brigitte Grande
Vorsitzende

Mit dem Freundeskreis in Verbindung bleiben

Der Freundeskreis hatte seit seiner Gründung ein zentrales Ziel: Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam an der Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken. Mitzuwirken an Austausch und Verständigung untereinander und am Engagement für Frieden und eine freie demokratische Gesellschaft. In Zeiten, in denen das öffentliche Leben durch die Corona-Pandemie nahezu still steht, wollen wir dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Zwar sind persönliche Begegnungen, um uns auszutauschen, uns für unser Engagement zu motivieren und unsere Freundschaften zu pflegen, für eine Weile nicht möglich.

Weiterhin möglich aber sind die inhaltliche Auseinandersetzung durch neue Impulse, anregende Gedanken und Bereicherung durch Lektüre.

 

Wir werden Ihnen deshalb in den nächsten Wochen regelmäßig Lektüre anbieten: wir werden Ihnen übers Internet Vortragstexte zum Bildungsengagement der Evangelischen Akademie Tutzing und ihres Freundeskreises schicken. Und wenn Sie mögen, tauschen Sie sich übers Internet oder am Telefon untereinander darüber aus...

 

Unsere “virtuelle Vortragsreihe” starten wir mit einem Beitrag, der in die Zukunft weist und uns darin bestärkt, unsere 70-jährige Erfolgsgeschichte als wichtiger zivilgesellschaftlicher Akteur engagiert fortzusetzen:

 

“Entwicklungen und Herausforderungen der Zivilgesellschaft in Deutschland”

 

titelt der Vortrag, den Prof. Dr. Edgar Grande zum Abschluss der Tagung  hielt, mit der wir im Juni 2019 das 70-jährigen Jubiläum des Freundeskreises feierten.  Gleichzeitig dürfen wir Sie auf die Dokumentation dieser Tagung hinweisen, die nun erschienen ist und die Sie in der Geschäftsstelle im Schloss gegen eine Schutzgebühr von 5.-€ zzgl. Versandkosten anfordern können.

 

Freundeskreiszeichen für Wolfgang Thierse - Diese Veranstaltung wird im Jahr 2021 stattfinden

Der frühere Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Thierse wird im Schloss Tutzing mit dem „Freundeskreiszeichen“ geehrt. Der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing zeichnet mit dieser Bronzeplastik sowohl verdiente Mitglieder aus, als auch Menschen, die die Wirkungsabsicht des Freundeskreises in ihrer Arbeit und ihrer Lebenshaltung verkörpern und damit die Arbeit des Freundeskreises positiv in die Öffentlichkeit tragen.

 

Seit 2016 leitet Wolfgang Thierse den Politischen Club der Akademie. Seitdem ist er auch dem Freundeskreis der Akademie verbunden, begleitet und unterstützt dessen Bildungsarbeit. Bei der Tagung zum 70-jähringen Jubiläum des Freundeskreises im vergangenen Jahr beeindruckte er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit seinen so scharfsinnig-kritischen wie persönlich-berührenden Einschätzungen zur Wiedervereinigung und der seitherigen Entwicklung der Gesellschaft in der vereinigten Bundesrepublik. „Auf seine Gedanken sollte die Gesellschaft nicht verzichten,“ begründet der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing die Entscheidung, Wolfgang Thierse mit dem Freundeskreiszeichen auszuzeichnen. Auf Thierses Gedanken sollte insbesondere der Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing nicht verzichten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, im Namen und Dienst der Akademie Teil einer aktiven Bürgergesellschaft zu sein und mit seiner Bildungsarbeit zu einer lebendigen Demokratie beizutragen.

 

Das „Freundeskreiszeichen“ ist eine kleine, vom Bildhauer Helmut Amman geschaffene Bronzefigur und symbolisiert, wofür sich der Freundeskreis einst gegründet hat und wofür sich seine Mitglieder seit Bestehen der Bundesrepublik einsetzen: Gespräch und Austausch, Freundschaft und Vertrauen, Engagement für die Gesellschaft und gegenseitige Unterstützung.

 

Wolfgang Thierse wird am 19. März in einem Festakt im Schloss Tutzing geehrt, der im Rahmen der Frühjahreskonferenzen von Konvent und Leitungsteams aller örtlichen Freundeskreise stattfindet. Die Laudatio hält Akademiedirektor Udo Hahn.

Eine starke bürgerschaftliche Kraft: Freundeskreis-Jahresheft 2019/20 erschienen

Er ist eine starke bürgerschaftliche Kraft und agiert seit Bestehen der Bunderepublik an der Seite der Evangelischen Akademie Tutzing: der Freundeskreis der Akademie, der im vergangenen Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feierte. In der unmittelbaren Nachkriegszeit hatten Bürgerinnen und Bürger aus ganz Bayern an den ersten Tagungen im Schloss Tutzing teilgenommen und wollten am Aufbau demokratischer Strukturen mitwirken. Seitdem sind kontinuierlich an vielen Orten in Bayern „örtliche Freundeskreise“ aktiv. Sie sind Orte für Diskurs und Debatte nach dem Vorbild der Akademie. Derzeit bilden bayernweit rund 1200 Freundeskreis-Mitglieder eine lebendige „zivilgesellschaftliche Abteilung“ der Evangelischen Akademie Tutzing.

 

Jetzt ist das neue Jahresheft des Freundeskreises erschienen, das über die engagierte Bildungsarbeit der Evangelischen Akademie Tutzing und ihres Freundeskreises berichtet. Das 140 Seiten umfassende Heft lässt die Jubiläumsaktivitäten Revue passieren und Tagungen und Debatten, Ausstellungen und Reisen des vergangenen Jahres noch einmal lebendig werden. Das Studienleiterteam der Akademie informiert über seine Arbeit und die örtlichen Freundeskreise stellen ihre Projekte und Aktivitäten der Jahre 2019 und 2020 vor. Das Heft erzählt auch von Freundschaft und Begegnungen im Freundeskreis der Evangelischen Akademie Tutzing und bezeugt, dass die Mitglieder des Freundeskreises seit 70 Jahren verlässliche Freunde der Akademie sind. Akademiedirektor Udo Hahn sagt deshalb über die Arbeit des Freundeskreises: „Auf diese Unterstützung bauen wir auch in Zukunft.“

 

Wer mehr über die engagierte Bildungsarbeit der Evangelischen Akademie Tutzing und ihres Freundeskreises wissen möchte, kann das neue Jahresheft anfordern in der Geschäftsstelle des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, Schloss-Straße 2+4, Tel.: 08158/251-130, kontakt@freundeskreis-ev-akademie-tutzing.de.

„Zwischen Pathos und Pastos“: ein Lehmpfuhl wirbt für den Freundeskreis

Er gilt als Shootingstar des zeitgenössischen Realismus. Er sagt von sich selbst „Mein großes Thema ist das Licht“. Die Sammlung Würth widmet ihm derzeit eine große Werkschau und er hat ein reizendes, lichtdurchflutetes Ölbild von der Schlossterrasse Tutzing gemalt. Dieses Bild wirbt seit fünf Jahren für die Bildungsangebote des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing, denn es ziert jeden Programmflyer, jedes Reiseangebot, jedes Plakat des Freundeskreises und auch das große Jahresheft.

 

Ein Glücksfall, dass Christopher Lehmpfuhl 2001 einen Sommer malend in Tutzing verbrachte, ein Glücksfall, dass eine Tutzinger Galeristin – unser Freundeskreismitglied Anne Benzenberg - das kleine Gemälde von der Schlossterrasse dem Künstler abkaufte, ein Glücksfall, dass der Freundeskreis es 2015 erwerben konnte. Seitdem hängt das Werk nun im Schloss Tutzing in einem der Salons dekorativ über dem Kaminsims.

Aber damit war die Karriere dieses Bildes noch nicht zu Ende: für den Freundeskreis wurde das Motiv von der Schlossterrasse zum „Imageträger“. Aus heutiger Sicht eine kluge Entscheidung, wirbt doch nun das Werk eines inzwischen international anerkannten Künstlers für die Bildungsarbeit des Freundeskreises der Evangelischen Akademie Tutzing e.V.!

 

„Zwischen Pathos und Pastos“ titelt die Lehmpfuhl-Ausstellung, die das Museum Würth in Künzelsau noch bis zum 15. März 2020 zeigt (Informationen unter www.kunst.wuerth.com).

Das Museum erklärt diesen Ausstellungstitel: „In der klassischen Rhetorik gilt das Pathos als eine der Grundformen der Rede, die Überzeugung des Publikums durch emotionale Appelle. Wer vor Lehmpfuhls Werken steht, wird mitgenommen in die je eigene Stimmung des Bildes.“ Das Bild von der Schlossterrasse sollte demnach viele Menschen für die Angebote der Evangelischen Akademie Tutzing und ihres Freundeskreises begeistern.

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